Faszination Papierschnitt
Am Anfang steht ein einfaches, schwarzes Papier, eine Vorlage die ausgeschnitten werden soll und ein Messer mit dem geschnitten wird. Papierschneider schneiden mit Skalpell und Klinge. Scherenschneider; auf die hier nicht näher eingegangen wird, entsprechend mit der Schere. In der Schweiz sind nur ganz wenige Papierschneider bekannt. Hier hat sich eine Tradition zum schneiden mit der Schere entwickelt.
Papierschneiden ist eines der wenigen Kunsthandwerke bei dem nicht ein Medium aufgetragen wird (z.B. Farbe). Das Kunstwerk ist im Prinzip schon immer da, es muss nur freigeschnitten werden.
Aus einem Stück schwarzem Papier wird Leben gewonnen, mit einfachen und feinen Schnitten. Klare Abgrenzungen "schwarz / weiss" lassen in ihrer Gesamtheit ein Kunstwerk entstehen.
Die kreative Arbeit - das Umsetzen einer Idee in eine schwarz/weiss Vorlage - findet dabei vorgängig statt. Oft braucht es mehr als ein Dutzend Entwürfe bis die bestmögliche optische Wirkung erzielt werden kann.
Der letztlich "meditative" Akt des Schneidens ergibt einen - aus einem Stück bestehenden - Papierschnitt. Die fertigen Schnitte sind immer wieder von neuem verblüffend. Ein falsches Ansetzen der Klinge und die oft tagelange Arbeit ist unwiederruflich verloren.


